Bluatschink - Kinderträna

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Kinderträna


  Kinderträna

1. Muaß es wirklich sei, daß es ålba so weitergeaht?
So viele Kinderträna, weil då oaner die Liebe fålschversteaht!

2. Zwoa Kinderåuga, a Unschuldslåcha,
zerscht wår´s nur a Spiel doch nåcha -
oa Berührung zuviel - und Kinderträna!

3. Sei Kind, es luagt no zu eam aua,
sei Kind, es glåubt, es derf vertraua!
Es håt koa Ångscht und låt sich führa,
es låt sich heba und berühra!

4. Åber des håt er so fålsch gedeitat,
stått Zärtlichkeit blos Schmerz bereitat,
uns ålba wieder des Spiel - trotz Kinderträna!

Ref: Kinderåuga schreia laut, koaner will des höra.
Es håt sich it getraut, es kånn sich no it wehra.
Und wenn des koaner g´spürt und wenn des koaner hört,
no werd des ålba so weitergeah!

5.Muaß des wirklich sei, daß des ålba so weitergeaht?
Und der heind Schuld isch an dem Leid,
håt vielleicht als Kind no salber greahrt!

6. Um sich gega Schmerza z´wehra,
då muaß er selber kälter wera!
In kålta Åuga sei oft - g´frurna Kinderträna!

7. So oft wird früher oder später aus dem Opfer dann a Täter!
Und daß seine Träume schea sei,
då muaß es ålba mehr und mehr sei!

8. Er möcht sei oagnes Leid vergessa,
er wird pervers, er wird besessa!
Gefühl und Liebe ertrinkt - in Kinderträna!

9. Kinderåuga schreia laut, kånn des koaner höra?
A Herz, des so vertraut, des kånn ma leicht zerstöra!
Und wenn des koaner g´spürt, und wenn des koaner hört,
no werd des ålba so weitergeah!

Kinderträna

1. Muß es wirklich sein, daß es immer so weitergeht?
So viele Kindertränen, weil da einer die Liebe falsch versteht!

2. Zwei Kinderaugen, ein Unschuldslachen,
zuerst war es nur ein Spiel, doch dann -
eine Berührung zuviel - und Kindertränen!

3. Sein Kind, es schaut noch zu ihm auf,
sein Kind, es glaubt, es darf vertrauen!
Es hat keine Angst und läßt sich führen,
es läßt sich halten und berühren!

4. Aber das hat er so falsch gedeutet,
statt Zärtlichkeit nur Schmerz bereitet,
und immer wieder das Spiel - trotz Kindertränen!

Ref: Kinderaugen schreien laut, keiner will das hören.
Es hat sich nicht getraut, es kann sich noch nicht wehren.
Und wenn das keiner spürt und wenn das keiner hört,
dann wird es immer so weiter gehen!

5. Muß das wirklich sein, daß es immer so weitergeht?
Und der heute Schuld ist an dem Leid,
hat vielleicht als Kind noch selbst geweint!

6. Um sich gegen Schmerzen zu wehren,
da muß er selbst kälter werden!
In kalten Augen sind oft - gefrorene Kindertränen!

7. So oft wird früher oder später aus dem Opfer dann ein Täter!
Und daß seine Träume schön sind,
muß es immer mehr und mehr sein!

8. Er möchte sein eigenes Leid vergessen,
er wird pervers, er wird besessen!
Gefühl und Liebe ertrinkt - in Kindertränen!

9. Kinderaugen schreien laut, kann das keiner hören?
Ein Herz, das so vertraut, das kann man leicht zerstören!
Und wenn das keiner spürt und wenn das keiner hört,
dann wird das immer so weitergehen!


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Woasch du wer? Stunde Null
03/1999
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